"Unsere Finanzkonferenz ist ein Etappensieg" 1
Blog

„Unsere Finanzkonferenz ist ein Etappensieg“

Ein ausverkaufter Saal, das Publikum voller Tatendrang: Wie uns mit dem Damensache Day im Wiener Palais Eschenbach ein Etappensieg am Weg zur finanziellen Freiheit von Frauen gelingt. Die wichtigsten Takeaways.

"Unsere Finanzkonferenz ist ein Etappensieg" 2
© Ralph Perei

Unsere Bildergalerien zum Damensache-Day findet ihr hier: www.damensacheday.at/media

Wir kennen das alle: Was uns Freude macht, machen wir lieber – und meistens auch besser. Wer seine Blumen pflegt, wird mit einem prachtvollen Zuhause, Balkon oder Garten belohnt. Wie weckt man aber Freude am Thema Finanzen?

Dr. Marietta Babos, Botschafterin für die finanzielle Selbstbestimmung von Frauen, konzipierte mit dem Damensache Verein die erste unabhängige Finanzkonferenz für Frauen, die umfassend informieren und Mut machen soll – und zwar in einem inspirierenden Rahmen mit Gleichgesinnten. Der zweite Damensache Day fand am 5. 5. 2026, am Tag der finanziellen Selbstbestimmung von Frauen, statt – und zwar erneut im ausverkauften Wiener Palais Eschenbach. „Der Erfolg des Damensache Days, dass hier Frauen zusammenkommen, um sich auf verschiedenen Gebieten weiterzubilden, die es für ihre finanzielle Freiheit braucht, und um sich untereinander auszutauschen, ist ein Etappensieg, der mich sehr freut“, sagt die Initiatorin Dr. Marietta Babos.

Was wir gelernt haben

Das Programm umfasste sowohl Vorträge, die den Blick auf das große Ganze schärfen, als auch empowernde Keynotes. Durch das Programm führte die Journalistin und Podcasterin Mari Lang, der das Thema auch persönlich am Herzen liegt: „Das Wichtigste ist, dass man weiß, was man im Leben möchte. Dazu gehört in einem kapitalistischen System, in dem wir leben, auch wie man zu Geld kommt und dass man sich mit Finanzen auskennt.“

"Unsere Finanzkonferenz ist ein Etappensieg" 3
© Ralph Perei

In ihrer Eröffnungsrede erklärte Finanzexpertin Dr. Marietta Babos den von ihr konzipierten Damensache Spiegel, der auf einen Blick zeigt, warum Frauen anders vorsorgen müssen, als Männer: Ihre Erwerbsbiografien sind bis heute durch Jahre mit unbezahlter Care Arbeit unterbrochen, ihre Lebenserwartung ist höher – und damit ihre Pensionslücke größer. „Dass es eine Differenz zwischen dem letzten Einkommen und der staatlichen Pension gibt, ist ein Fakt. Bei Frauen klaffen die beiden Summen durchschnittlich um 52 Prozent auseinander. Wir sind hier, um Lösungen aufzuzeigen, wie wir diese Lücke schließen können, und um über diese Möglichkeiten umfassend zu informieren“, betonte Dr. Babos.

Finanzielle Unabhängigkeit hat auch direkte Auswirkungen auf unseren Lebensstil – und unsere Gesundheit; über Female Longevity sprach Julia Hoffmann, MSc., Podcasterin, Ernährungsberaterin und Female Health Coachin mit Fokus auf evidenzbasierte Prävention. Sie empfahl: 8–10.000 Schritte täglich, zwei Mal pro Woche Krafttraining, einen halben Teller Gemüse pro Mahlzeit, 30 Minuten früher ins Bett – und Mikronährstoffe gezielt einsetzen. „Altern ist nicht unser Schicksal, nur 30 Prozent sind genetische Veranlagung, zu 70 Prozent können wir es beeinflussen. – Es gibt sieben Werte, darunter Eisen, die jede Frau kennen sollte, um sich optimal versorgen zu können.“

"Unsere Finanzkonferenz ist ein Etappensieg" 4
Damensache Day-Initiatorin Dr. Marietta Babos mit Speaker:innen: Hannes Reisenhofer, Dr. Viola Kapitanova-Stix, LL. M., Shadi Pouyazadeh, Dr. Carina Romanek, Univ. Doz. DDr. Peter Ladreiter, Julia Hoffmann, MSc., Andreas Fromm, Ana Sofía Lendl, Mario Schmidt © Ralph Perei

Wie man langfristig gewinnt

„Österreich spart sich arm“, lautete der Weckruf des Kapitalmarktexperten Univ. Doz. DDr. Peter Ladreiter. Das Parken von Geld auf Sparbüchern, wie Österreicher:innen es traditionell vorwiegend tun, führt langfristig zum Kaufkraftverlust. Kapitalmärkte hingegen entwickeln sich trotz Krisen langfristig positiv, erfolgreicher Vermögensaufbau basiere auf langfristigem Denken, Disziplin und eine klare Strategie, sagte er. (Beispiele in Zahlen: Die Ertragserwartung globaler Aktienmärkte liegt zwischen 7,5 und 11,3 Prozent, die Ertragsaussichten von Unternehmensanleihen bewegen sich je nach Bonität zwischen 4,3 und 6,9 Prozent).

Mag. Petia Niederländer (Bild) von der Oesterreichischen Nationalbank führte in ihrem Vortrag vom globalen zum europäischen Kapitalmarkt beziehungsweise konkret zum Thema europäische Zahlungsinfrastruktur. Aktuell wird intensiv am digitalen Euro als zukünftige, von der Europäischen Zentralbank ausgegebene Zahlungsform gearbeitet. Die Abhängigkeit Europas von US-Zahlungsanbietern und digitalen Infrastrukturen, verbunden mit Risiken wie um die Datensicherheit, sollte damit ein Ende finden; der digitale Euro könnte die europäische Souveränität, Sicherheit und Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr stärken.

"Unsere Finanzkonferenz ist ein Etappensieg" 5
© Ralph Perei

Mag. Petia Niederländer, Oesterreichische Nationalbank

Mit kleinen Summen Großes erreichen

„Individuelle Sicherheit beginnt mit einer gut durchdachten Finanzlebensplanung“, betonte Damensache Day-Initiatorin Dr. Marietta Babos und beleuchtete, worauf es dabei für Frauen zu achten gilt. Der wichtigste Schritt sei der erste, betonte sie, und bat das Publikum vor Ort, das Handy zur Hand zu nehmen. Mithilfe des für damensache.at programmierten Zukunftsrechners konnte jede Konferenzteilnehmerin für sich in wenigen Minuten vor Augen führen, wie es um ihre Pensionslücke steht – und mit welcher monatlichen Summe sie diese schließen könnte. „Wer seine Pensionslücke kennt, konsequent handelt und strategisch investiert, kann finanzielle Selbstbestimmung und Sicherheit erreichen“, sagte die Finanzexpertin. In ihrer Präsentation zeigte sie, dass es nicht die eine richtige Geldanlage gibt. Entscheidend sei ein Mix aus einem gut verzinsten Tagesgeldkonto, Staatsanleihen, Gold, Immobilienveranlagungen, Fonds und ETFs – und ein objektiver Vergleich aller Anlageformen, abgestimmt auf Alter und persönliche Ziele.

Wo und wie lege ich mein Geld an?

Der 360-Grad-Blick zum Thema Frau und Finanzen beinhaltete auch Deep Dives: Dr. Viola Kapitanova-Stix, LL. M., Leiterin der Abteilung Finanzen, Recht und Personal bei der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur, stellte Bundesschatz als sicherste Geldanlage direkt bei der Republik Österreich vor. Vorteile seien etwa die nicht mit 100.000 Euro limitierte Einlagensicherung sowie die einfache Handhabung; mit der ID Austria ließe sich ein Konto in nur 60 Sekunden eröffnen. Auf grüne Anlageformen lenkte Mario Schmidt, Spezialist für nachhaltige Investments, die Aufmerksamkeit. „Wasser ist ein Rohstoff ohne Alternative“, sagte er. Um die weltweit wachsende Nachfrage zu decken, gelte es, zukunftsweisende Projekte zu finanzieren – wirtschaftlicher Erfolg und Investieren mit gutem Gewissen gehen hier Hand in Hand, betonte er.

Finanzexperte Andreas Fromm stellte Wertpapierdepot und fondsgebundene Lebensversicherung einander gegenüber – und zwar gut veranschaulicht ausgehend von unterschiedlichen Zeitpunkten in einem Frauenleben. Welche Anlageform die richtige ist, muss jede Person individuell entscheiden – und manchmal sei die beste Strategie eine Koexistenz aus beiden. Als langfristigen Bestandteil einer ausgewogenen Vorsorge und zur Absicherung gegen wirtschaftliche Unsicherheiten stellte Klaus Schönfelder, Spezialist für Edelmetalle-Investment, Gold vor. „Gold unterliegt keinem Kredit- oder Liquiditätsrisiko, ist unabhängig von politischen Entwicklungen oder technologischen Trends und behält langfristig seine Bedeutung.“

Die Vielfalt der Deep Dives rundete der Vortrag des Immobilien-Steuerexperten Mag. Hannes Reisenhofer ab. Er unternahm einen Tauchgang in das sogenannte Bauherren-Modell, das er passenderweise als „Baudamen-Modell“ genderte, und das er als steuerlich attraktive Form der Immobilienveranlagung präsentierte. Anleger:innen mit höherem Kapital können unter steuerlich guten Konditionen Sanierungen wertvoller alter Gebäude sowie die Errichtung leistbarer Wohnungen vorantreiben; das Modell bringe demnach sowohl gesellschaftliche als auch wirtschaftliche Vorteile.

Mut, Mindset und Verhandlungsgeschick

Gestärkte Frauen treffen bessere Entscheidungen. Aus diesem Grund luden wir auch eine Reihe charismatische Persönlichkeiten zum Damensache Day ein, deren Fokus auf solidarisches Empowerment liegt. Zu ihnen zählte etwa Model und Media Entrepreneur Ana Sofía Lendl und Shadi Pouyazadeh, die mit dem Publikum eine meditative Zukunftsreise unternahm, sowie Gehaltsverhandlungscoachin und Autorin Dr. Ingeborg Rauchberger, die mit einer pointenreichen Keynote Frauen ermutigte, für sich einzustehen. Ihr Credo: „Eine Frau braucht nicht doppelt so gut sein und doppelt so hart arbeiten wie ein Mann, um erfolgreich zu sein. Das ist ein typischer Satz, der entmutigen soll – sie muss nur die entsprechenden Spielregeln kennen.“

"Unsere Finanzkonferenz ist ein Etappensieg" 6
© Ralph Perei

„Wichtig ist, dass ihr euren Marktwert kennt. Schaut euch an, was die Leute mit eurer Ausbildung in eurer Position verdienen“, sagte Dr. Ingeborg Rauchberger – und fügte prompt hinzu: „Vergleicht euch nicht mit der Mitzi, vergleicht euch mit dem Karl.“

"Unsere Finanzkonferenz ist ein Etappensieg" 7
© Ralph Perei

Mit juristischen Tipps wappnete Dr. Carina Romanek, Expertin für Immobilien- und Erbrecht – im Talk mit Moderatorin und Journalistin Mari Lang. Sie erklärte unter anderem, wie beim Erben und Vererben mit der richtigen Strategie bedeutende Summen gespart werden können; eine ihrer Kernaussagen: „Vermögen aufzubauen ist der erste Schritt, es richtig weiterzugeben der entscheidende Schritt.“

Frauenherzen schlagen anders

Wie können wir für unsere Herzen besser vorsorgen – psychisch und physisch? Wie können wir die Gesellschaft dazu bewegen, besser auf unsere Herzen zu hören? Bewegend und persönlich wurde es beim Round Table „Frauenherzen schlagen anders“, der von TV- und Radioredakteurin Teresa Vogl moderiert wurde. Es diskutierten Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Psychotherapeutin und Bestsellerautorin, Phillip Hartmann, FiNUM-Vorstand und Geschäftsführer Benefit Consulting, und Mag. Erika Sander, Expertin für Gesundheitsangebote für Frauen und Mitbegründer:in der Plattform #GoRed. Eine Erkenntnis aus jüngerer Vergangenheit: Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen in Österreich – und Frauen sterben häufiger an einem Herzinfarkt als Männer, weil er später erkannt wird. Die Kernbotschaft: „Hör auf dein Herz, bevor es dich zwingt, hinzuhören.“

"Unsere Finanzkonferenz ist ein Etappensieg" 8
Talk „Frauenherzen schlagen anders“: Phillip Hartmann, Teresa Vogl, Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Mag. Erika Sander © Ralph Perei

Vorausdenkerinnen-Bonus

Die Welt dreht sich rasant – und jede Biografie steckt voller geplanter und ungeplanter Wendungen. Aus diesem Grund haben wir als Verein Damensache beschlossen, die Finanzkonferenz auch im nächsten Jahr fortzuführen. Beim Damensache Day III werden wir wieder neue Themen aufgreifen, Finanzprodukte vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse analysieren – und deren Vor- und Nachteile aufzeigen. Die Mission bleibt: Wir wollen mit Wissen und Tipps ausstatten, die unmittelbar umgesetzt werden können.

Du kannst dir für die Fortsetzung am Mittwoch, 5. 5. 2027 schon jetzt ein Ticket sichern – und zwar mit einem bis 17. Mai 2026 gültigen einmaligen Vorausdenkerinnen-Bonus von 30 Prozent. Willst du langfristig finanziell sorgenfrei leben? Dann bleib am Thema dran, hier geht es zur Ticketreservierung.

Code: DAMENSACHE27